Heimatlos im eigenen Land | Drucken |

Inlandsflüchtlinge in Kolumbien
Kolumbien- seit 40 Jahre Bürgerkrieg. Guerillagruppen auf der einen, Paramilitärs und das Militär auf der anderen Seite bekämpfen sich seit Jahren. Seit dem Amtsantritt von Präsident Alvaro Uribe hat sich die Situation verschärft, denn der setzt auf militärische Härte und wird dabei massiv von der US- Regierung unterstützt. Die Folge: Mittlerweile mehr als 3 Millionen Inlandsvertriebene und Flüchtlinge und es werden täglich mehr. 

Damit hat Kolumbien nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats weltweit die dritthöchste Zahl von Binnenflüchtlingen hinter dem Kongo und dem Sudan. Sie leben unter ärmlichsten Bedingungen und haben gerade mal ein Dach über dem Kopf.

In dem Film berichten Geflohene  von der Ermordung Familienangehöriger durch  die Guerilla oder Paramilitärs. Ein Leben in den neu entstandenen Slums ist ohne Hilfe aus dem Ausland kaum vorstellbar. Caritas International verteilt unter anderem in der Krisenprovinz Caquetá und in Cartagena Lebensmittel als erste Nothilfe und hilft beim Bau von Hütten. 

In der ebenfalls umkämpften Provinz Chocó unterstützt die katholische Kirche die traditionelle Afrokolumbianische und indigenen Bevölkerung bei der Rücksiedlung und setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Hier hilft die Organisation Misereor.

© 2004 Kolumbien/ BRD 30 Minuten